Gurr – In My Head

Gurr – nicht zu verwechseln mit Knurrr oder Harrrr, einfach Gurr, gesprochen wie das englische HER nur mit G.
Ihr Name ist wie ihre Musik, scheinbar einfach und doch beim genauen Hinhören ziemlich besonders und bißchen schräg. Früher war es ein Trio, heute ist es ein Duo, wer von den Damen spielt denn nun eigentlich welches Instrument? Oder sind es doch wieder drei? Da muss ich wohl im Januar nächsten Jahres im „Ostpol – for better music“ selbst durchzählen. Konzerttipp am Rande!

Die beiden deutschen Mädels Andreya und Laura schrammeln, meistens hinter ihren Gitarren platziert, mit einer famosen Selbstverständlichkeit ihre scheinbar kurzkettigen Punksongs runter, dass es bei mir eine diebisch gute Laune hervorruft. Man möchte nach dem Verdauen der ersten Lieder, am besten gleich die nächsten auffuttern.

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Sie sind herrlich unangepasst, mit leicht herablassenden Blick rüber zum oft bemühten Hipster-Mainstream. Ein bißchen 60er Jahre Wave vermischt mit geläufigen Poplinien möchte man meinen. Häufig hab ich während des Eintauchens in die Lieder das Gefühl, irgendetwas fehlt, da muss doch noch was rein, irgendwas, ich weiß nur nie so genau was. Irgendwas zum Abrunden vielleicht, aber müsste das unbedingt sein? Eigentlich nicht, die Ecken und Kanten in den Punkbrettern scheinen genau platziert und nötig, wie eben der unabdingbare Knoblauch in der Pasta. Hört mal #1985.

Im neuen Album „In my Head“ spiegelt sich die Frechheit der beiden Mädels eins-zu-eins wieder. Jeder Song geht voran und nimmt den Antrieb des voran gespielten Titels mühelos auf und legt meistens noch eine Schippe drauf.

 

Gurr möchte ich euch hiermit ans Herz schmeißen. Wer es beim Zappeln schneller und vielleicht auch etwas schranziger mag, sollte beim DJ seines Vertrauens vorbeigehen und z. B. Rollerskate anfordern. Ich wünsche jetzt schon eine schweißtreibende Tanzverarbeitung!

Euer Zweikanal

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