Festival-Erinnerungen mit CARI CARI

CARI CARI, 22.10.2019, Werk2 Leipzig

geschrieben von Heike

Wird es mich genauso begeistern?

Das war die zentrale Frage, die ich mir schon seit ein paar Tagen vor dem Konzert immer wieder stellte? Werden die CARI CARIs mich wieder genauso euphorisiert zurück lassen, wie vor ein paar Monaten im August im wunderschönen Storkow beim Alinæ Lumr Festival? Können sie mich wieder zurückführen in diesen verdammt schönen Sommer-Flow oder können sie es vielleicht sogar noch toppen? Oder werde ich dank meiner viel zu hohen Erwartungen mit enttäuschtem Herzen wieder nach Hause ziehen?

Es war alles möglich. Nur eins wusste ich ganz genau: Dieser Abend wird wunderschön, egal was CARI CARI abliefern.

Österreichischer Tarantino Style

CARI CARI – das sind Stephanie Widmer und Alexander Köck! Sie gründeten diese Band. Eine Band mit einem höheren Ziel. Ihr Ziel: Einmal mit ihrer Musik in einem Quentin-Tarantino-Film vorkommen. Und das werden sie auch nicht müde zu erzählen, könnte ja immer sein, dass irgendjemand im Publikum Tarantinos Großcousin ist, ihn anderweitig kennt oder seine Telefonnummer hat. Man weiß ja schließlich nie. Und so haben sie ihm gleich auch einen Song gewidmet, den ihr euch hier mal anhören dürft:

Und so zog es CARI CARI schon immer zu den entlegeneren Ufern als den eigenen österreichischen. Sie starteten gleich international durch! Umgekehrter Weg also. Aber immer dem Ziel treu bleibend.

Und? Wo bleibt nun das Festival-CARI CARI-Gefühl?

Es zuppelte immer mal wieder an mir, ständig bemüht sich in mir breit zu machen, aber zog sich dann doch immer wieder verwirrt zurück. Im Nachhinein war das auch gut so. Genauso sollte es sein. Denn heute ist heute und damals war damals. Reset. Hier und Jetzt war ich doch nicht mehr ganz die selbe. Und dieses Konzert sollte ich auf eine andere Art und Weise genießen. Und das tat ich. Momente und Gefühle so einzigartig, wie die Musik von CARI CARI.

Und wenn ihr immer noch nicht überzeugt seid, tut´s mir leid für euch, denn ihr verpasst zwei wunderbar herzliche Menschen. So haben wir sie zumindest beim Alinæ Lumr kennengelernt. Während des Konzertes und danach beim Schwatz am Bühnenrand. Im Werk2 in Leipzig schien die Stimmung dann etwas angespannter zwischen beiden. Alexander, oft total verloren in seinem Spiel mit seiner wunderbaren Gitarre, über die Bühne taumelnd, immer suchend nach ihrem Blick, nach ihrer Aufmerksamkeit, nach einem Lächeln? Wer weiß es schon! Wir werden es nicht erfahren. Stephanie wirkte unterkühlt, emotionslos, sogar teilweise etwas verbiestert. Darf man das sagen? Ein kurzer Dämpfer für uns. Für uns CARI CARI Liebende.

FAZIT

Die beiden bringen eine enorme Energie mit. Fast hypnotisierend, dank Synthis und dem treibenden Gitarrenspiel von Alexander, nehmen sie uns mit auf eine Reise durch den Wilden Westen oder, dank Digeridoo und Maultrommel-Passagen von Stephanie, entlang der entlegensten Ecken ins australische Outback oder dank der Bühnenkulisse und dem folgenden Song, an den Strand „mit goldenen Sand und Feuerbergen“. Auf geht´s und los, die Welt ist groß.

Lasst sie euch zeigen: Nehmt sie mit, wenn sie euch begegnen.

Eure Heike

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