Torpus & The Art Directors – Ein Wiedersehen in Leipzig!

TORPUS & THE ART DIRECTORS – 07.02.2018 – Werk2, Leipzig

Könnt ihr euch noch erinnern?

Ihr unzähligen aufmerksamen und treuen Leser könnt euch doch bestimmt noch an dieses tolle kleine Festival im Rheingau erinnern? Hui, ich gerate gedanklich ins Schwärmen und wenn ich jetzt so rückblickend auf das Heimspiel Knyphausen schaue, dann fange ich wieder an zu schweben, werde wieder gepackt von der Energie, die damals über mich hereinbrach, die sich in mir breit machte und mich heute ab und an nochmal in Beschlag nimmt und dieses warme Gefühl im Herzen hervorruft.

Tut es mir gleich und lest doch einfach mal in meine Erlebnisse zum Heimspiel Knyphausen rein: Heimspiel Knyphausen, 21.-23.07.2017

Das Kitzeln des Verliebtseins…

…entschuldigt bitte, ihr kennt das ja mittlerweile schon von mir. Ich muss kurz ausschweifen. Aber diese Geschichten gehören für mich dazu. Und da es hier ein Blog ist, also ein Tagebuch, gehören auch diese kurzen persönlichen Gedanken dazu.

Ich muss euch von Ove erzählen.

Für mich ein sehr wichtiger Wegbegleiter im letzten Jahr. Nicht nur für mich. „Verführte“ er mich doch im Februar zum ersten Mal vorm „Von Wegen Lisbeth“-Konzert in Jena und anschließend meine 4-jährige Tochter mit seinem Kinderlied „Lisa“ vom „Unter meinem Bett“-Sampler und später live zum Release-Konzert im Dezember in Berlin. Seitdem läuft er auf dem heimischen Plattenspieler hoch und runter.

„Mama, ich will Lisa hören“. Ihr erster Satz, wenn wir früh aufstehen und nachmittag nach Hause kommen. Seit sie Ove kennt, malt sie nur noch Menschen mit Locken und nennt sie alle Ove. Seit sie Ove kennt, spürt sie dieses Kitzeln des Verliebtseins. Hört sich jetzt vielleicht doof an, ich spreche immerhin von einer 4-jährigen, aber sie ist es, sie ist verliebt. Zum ersten Mal. Und ich liebe, dass sie verliebt ist. Und im nächsten Moment hoffe ich schmunzelnd, dass sie – wenn sie älter ist – mal kein Groupie wird ;-). Juli, wenn du das irgendwann mal liest und das hoffe ich an dieser Stelle: Ich liebe dich. Unendlich. Und ich liebe es, dass du wie deine Mama die Musik so sehr liebst. Und ich hoffe, dass die Musik immer ein so wichtiger Bestandteil in unserem Leben bleibt.

Aber jetzt zum Konzert und endlich zu…

…Torpus & The Art Directors

Einführend habe ich ja schon mal kurz dieses Gefühl beschrieben. Wenn ich die Musik von Torpus & The Art Directors höre bin ich unweigerlich wieder in diesem Heimspiel-Gefühl drin. Wie ein Ankerpunkt kann ich es – wann immer es mir schlecht geht – hervorholen und daraus neue Kraft schöpfen. Und da sich meine einzigen Glücksmomente zur Zeit aus Musik und Konzerten heraus ergeben, war es für mich eine Pflicht , diesem Gefühl wieder zu frönen und die Jungs sowie Bassistin Jenny auf ihrer gerade begonnenen Tour anlässlich des neuen Albums „We Both Need to Accept That I Have Changed“ im Leipziger Werk2 zu erleben.

Das Werk war mäßig gefüllt, so dass die obligatorische erste Reihe fehlte, was aber irgendwie ausnahmsweise mal gar nicht schlimm war. Ich hatte das Gefühl und vielleicht hatten das die anderen auch, das Sönke Torpus, Frontmann und Namensgeber der Band, genau diesen Platz brauchten. Platz für diese unendliche Größe, die ihre Musik und ihre Stimmen benötigten.

Ohne große Vorreden begannen sie mit „He´s a Cat“. Ein Lied, welches uns leise und sacht auf dieses Konzert vorbereiten sollte. Und was soll ich sagen: Mich hatte Sönke beim ersten Takt. Und ich hatte mein Heimspiel-Gefühl. Augen zu, durchatmen, den Kopf in den Nacken legen, den Wind und die Wärme spüren, die Musik in jeder Faser des Körpers vibrieren lassen, tanzen, träumen. Glücklich sein. So glücklich, dass man platzen will. Der goldene Schuss für Süchtige wie mich.

Könnt ihr euch noch erinnern? Meine Erinnerungen sind heute wacher als je zuvor. Ein Takt reichte und dieses Heimspiel-Gefühl war wieder da. Es ist bewölkt aber wohlig warm. Der Wind fegt durch die Blätter der Weide, direkt zur Bühne in die Instrumente der Musiker. Die Musik wird zu Energie und strömt über die Haut, durch die Adern, direkt ins Herz. Es kribbelt. Das ist das Heimspiel-Gefühl. Und ich darf es heute bei @torpusandtheartdirectors im Leipziger @werk2leipzig wieder spüren. ❤️ (h) + + + #Torpusandtheartdirectors #ove @ovemusik @werk2leipzig @grandhotelvancleef #grandhotelvancleef #werk2 #leipzig #heimspielknyphausen #konzert #concert #musik #music #livemusic #concertphotography #musikblog #blog #blogger #musiclovers #süchtignachdiesemgefühl #WirliebenMusik #folk #rock #zweikanal

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Nordfriesischer Folk-Pop. Nicht.

…häh? Bitte was? Außer das Moin von Ove höre ich hier nix Nordfriesisches. Nix erinnert mich hier auch nur ansatzweise an diesen schönen Landstrich im Norden der Republik. Für mich ist das hier einfach nur ein fantastisch intensiver, kraftvoller aber zugleich sanfter Folk-Rock. Das beweisen sie einstimmig mit dem für mich stärksten Lied: 4×7! Die erste Singleauskopplung holte mich schon vor ein paar Monaten zurück in dieses Heimspiel-Gefühl. Es war beim ersten Hören sofort da. Lustigerweise ist mir bei einem Aufräum-Wahn erst diese Woche, die damals ergatterte Setlist in die Hände gefallen. Und musste feststellen: Hey, 4×7, steht da ja auch drauf. Klar, dass ich sofort wieder drin war. Dies soll auch hier mein absoluter Anspiel-Tipp für euch sein.

Und so spielten sich die etwas kränkelnden Bandmitglieder durch ihr fantastisches Repertoire an Songs. Eine wunderschöne Mischung aus alten und neuen Liedern, abwechslungsreich und zugleich liebevoll gleichmäßig. Chefsänger Sönke nahm uns mit seiner facettenreichen Stimme mit auf eine wunderschöne Reise, die uns durch tausend musikalische Landstriche führte: Mal ganz zart allein auf der Bühne bei „Human Being Loving“ oder stimmgewaltig bei „Fall in Love“ mit einer großartigen Unterstützung seiner ihm zur Seite stehenden Mannen und Jenny. Eine wunderschöne Mischung aus perfekt harmonierenden Stimmen. Hier dreht gerade die Platte und ich könnte darin wieder und wieder versinken. Man merkte ihnen nur minimal die kleine Angeschlagenheit an und ja, wie Ove zu Beginn des Konzertes sagte, sie waren infiziert mit Bock. Und das waren wir Fans, die da in den Reihen 2 bis 10 standen auch.

Für mich ist es ziemlich schwer dieses Konzert zu beschreiben. Ich könnte jeden Song auseinandernehmen, aber das will ich mir und euch ersparen. Ich bin verzaubert von diesem Gefühl. Das muss reichen, um euch dieses Erlebnis zu beschreiben.

Dieses Konzert, diese Musik, dieses Gefühl, dieses Glück wird noch ziemlich lange nachhallen. Da bin ich mir sicher. Ich hoffe inständig für jeden von euch, genau das einmal zu erleben und dieses Gefühl dann fest in euch zu verankern.

Es ist eine wahnsinnige Bereicherung meines Lebens:

„Und wenn du mich findest,
hoffe ich dass du siehst,
dass ich nur hier bin,
weil du bei mir bist.“

Danke lieber Sönke, Ove, Melf, Felix und liebe Jenny.

Eure Heike

P.S.: Hab ganz brav deine Grüße an Ove ausgerichtet und ihm von dir und deiner kleinen Liebe zu ihm erzählt.

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