1000 Gram – The New Indie-Generation

1000 GRAM – 11.05.2016, Beatpol, Dresden

Es war ein Abend von zwei aufstrebenden jungen und interessanten Bands, welche schon einige Live-Erfahrung sammeln konnten und diverse Berliner Musiksender besuchten, aber trotzdem noch etwas unerkannt unterm Indie-Radar schweben. 1000 Gram und Carnival Youth.

An diesem Abend war ich aber hauptsächlichst wegen den Mannen um Frontmann Moritz Lieberkühn im Beatpol zu Gast. Ich wusste, dass mich schneller, tanzbarer und lockerer Indie-Rock erwartete und freute mich sehr auf die Jungs von 1000 Gram. Ich möchte diese beiden Bands aber nicht miteinander vergleichen oder schlimmer noch, in einem Blog zusammen verwursten. Deswegen findet ihr zu Carnival Youth einen separaten Beitrag.

Arbeit unter erschwerten Bedingungen

Wie ich feststellen musste, schießt man während eines Konzertes von 1000 Gram nicht einfach mal ein paar Fotos nebenher. Denn schon gleich ab dem ersten Ton ließ sich mein Tanzbein kaum noch im Zaume halten. Und wenn der ganze Körper zur mitreisenden Musik der aktuell mit dt. „Ersatzbesetzung“, aufspielenden Band 1000 Gram zuckt, entstehen schnell mal Wackelbilder. Ich hoffe, ich kann euch trotzdem einen kleinen Eindruck vermitteln, wie sehr es mir vor allem 1000 Gram an diesem Abend angetan hatten.
Ein kurzer Hinweis noch zur Besetzung, die eigentlichen schwedischen Gründungsmitglieder der Kapelle befinden sich laut Information von FluxFM auf Erziehungsurlaub und wurden durch befreundete Musiker ersetzt.

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Spielfreude wie Messi

Schon vom ersten Ton rockten 1000 Gram die Beatpol Bretter. Sie liesen zu keinem Zeitpunkt ihres Konzertes Zweifel an ihrer Lust und Freude am Spielen ihrer Lieder aufkommen. Fluffig, leicht und entspannt gaben sie Gas, lachten zwischendurch, oder lachten, wie im Fall ihres Drummers, dass ganze Konzert hindurch. Man hatte das Gefühl, dass zu diesem Zeitpunkt die Band nichts hätte aus der Ruhe bringen können. Sie waren voller Antrieb, voller Energie für sich selbst und ihre Songs. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass sie Ihre Lieder auf der Bühne absolut leben und es im Moment des Präsentierens nichts Wichtigeres gibt. Das war ganz feiner Indie-Rock der mich verführerisch umgarnte. Schwebende, auf den Punkt platzierte Wave, Surf oder Alternative Gitarren sorgten für eine reibungsarme Leichtigkeit der Songs. Für mich waren sie sogar die besseren Shout Out Louds, an welche ich mich zwischenzeitlich immer mal erinnert fühlte. Die vier Jungs haben mit ihrer Unbekümmertheit einfach schrecklich gute Laune verbreitet.

 

Fragen über Fragen

Wie geht es denn nun eigentlich mit der Band weiter? Was passiert, wenn die schwedischen Musiker aus ihren ersten familiären Erziehungstätigkeiten zurück in die Band drängen? Wer muss denn dann auf die Bank oder schlimmer noch, sogar auf die Tribüne? Das scheint alles offen. Auch das Internet spuckt zu diesem Thema keine Informationen aus. Etwas Zeit scheint bis zu diesem Punkt aber noch zu vergehen und bis dahin kann ich dieses gute Laune verbreitende Vergnügen nur jedem empfehlen. Tanzschuhe nicht vergessen!

Kurzes und schmerzloses Fazit gefällig?

Top Ware, pünktlich geliefert – gerne wieder!

Ein Zweikanal

 

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