Spaceman Spiff – Von Flammen, Rädern und Glück

SPACEMAN SPIFF – 24.01.2017, Leipzig, Werk 2 –

Auf der Suche nach einem kleinen bißchen Glück, greift einem der Zufall, gepaart mit einem gewissen Grad an Spontanität, manchmal im richtigen Moment unter die Arme. So geschehen am Dienstag in Leipzig. Hannes Wittmer, im musikalischen Orbit überwiegend Spaceman Spiff gerufen, hatte eine Menge Dosen mit Glück zu verteilen. Ich wollte davon unbedingt eine haben und machte mich auf ins Werk 2 – Kulturfabrik im schönen Stadtteil Connewitz.

Ein angenehmer Zufall das Herr Wittmer und ich zur gleichen Zeit in einer Stadt waren und wir sollten uns spontan kennenlernen, er auf der Bühne und ich direkt davor.

Spaceman Spiff, seit Jahren fester Bestandteil des deutschen Singer/Songwriter Kosmos und musikalisch auf Augenhöhe mit Genre Größen wie Gisbert zu Knyphausen, Moritz Krämer und den Locas in Love, ist bekannt für seine musikalischen Erzählungen, welche oft an eigene Erlebnisse angelehnt sind und mich an diesen einen Abend in meine persönliche Dosis Glück eintauchen ließ.

 

Doch zuvor überraschte mich Marcel Gein als Solokünstler mit seinen musikalischen Streicheleinheiten. Seine Stimme und seine akustische Gitarre öffnete bereits schon jetzt mein Herz und ich war für den Anteil Glück, den ich gedanklich bestellt hatte, bereit! Marcel Gein möchte ich euch als Konzerttipp ans Herz legen, ihn müsst ihr unbedingt einmal erwischen!

Mit Clara am Cello gab Spaceman Spiff danach für satte 90 Minuten sein bestes. Trotz oder vielleicht gerade aufgrund der feinen Kombination beider Instrumente entstanden warme, runde und eingehende Songs. Ob filigran reduziert oder mit Energie nach vorn, grundsätzlich würzte Herr Wittmer seine gespielten Songs mit viel Liebe, Bildern und teils Widersprüchlichem.

 

Das er mit lustigen Geschichten zwischen seinen emotionalen Songs immer wieder für Lacher sorgte, passte genauso perfekt ins Bild an diesen Abend, wie der nicht ganz ernst gemeinte Aufruf an Clara, doch mal ein Rad für die Fans zu schlagen, während er seine Gitarre stimmte. Aber sie lehnte mit einem einnehmenden Lächeln ab, was allerdings in einem neuerlichen Vorschlag endete, dass sie ja vielleicht Feuer spucken könnte, um die Pausen zu überbrücken. Der Saal unterstütze die teils absurden Vorschläge mit „Clara Clara“ Rufen, logisch, für derartige Unterhaltung war glaube ich jeder zu haben. Es war fantastisch und die Portion Glückseligkeit, welche ich mir heute abholen wollte, war bereits in meinem Kopf und in meinem Herz angekommen.

Musikalisch wanderte er zwischen seinen Alben hin und her, aber irgendwie war das an diesem Abend auch gar nicht so entscheidend, welche Songs er ausgewählt hatte. Es war seine liebevolle Art der Präsentation, teils mit Witzigkeit falsch gestimmte Gitarren wieder auf den richtigen Weg zu bringen oder während seines Songs die Gitarren zu tauschen. Das habe ich so noch nie gesehen. Es war herrlich, herrlich ungewöhnlich und irgendwie schön, Herz erwärmend und voller Harmonie. Ein Beispiel sei euch empfohlen:

 

Es war genau das, was ich an diesem Abend gebraucht hatte. Dem Zufall und meiner Spontanität sei Dank, dass ich meine Ration Glück an diesem Abend genießen durfte. Ich werde sie für mich behalten und sicher eine Weile davon zehren.

Euch lege ich den Spiffmaster wärmstens an Herz. Besucht seine Konzerte, lauscht seinen Geschichten, öffnet eure Herzen für ihn, ihr werdet es nicht bereuen.

Er gab mir an diesem Abend mehr, als er von mir genommen hatte!

Eure Chérie

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