-geschrieben von Heike –
18.07.26, Enno Bunger und Marlo Grosshardt, Kulturarena Jena
Dieses Konzert ist eine Herzensache! Zwei wundervolle Künstler standen am Samstag (18.07.26) auf der Kulturarena-Bühne. Und beide waren in der Lage uns komplett zu verzaubern. Beide habe ich schon live gesehen. Bei beiden weiß ich was ich bekomme und dennoch war alles ganz anders.
Den Anfang machte Enno Bunger
Aber erstmal zu Enno, der den Abend schon 19:30 Uhr eröffnen durfte. Enno hat das Talent die schlimmsten Themen dieser Welt à la Klimawandel, Trennung, Krankheit, Depression, Tod und Rechtsradikalismus in ein wundervolles musikalisches Gewand zu knüpfen und sie so bedeutungsvoll und groß werden zu lassen, so dass sie dich nie wieder verlassen. Seine Worte, seine Musik, dieses Gefühl, bleibt immer in einem. Und trotz der schweren Themen macht sich bei seiner Musik eine wohlige Wärme breit.









Wie er selbst sagte, hatte er mal wieder Bock auf ballern. Und das hat er an diesem Kulturarena-Abend gemacht – kraftvoll, schnell, tanzbar, voller Energie. Es hat uns tatsächlich wie von ihm angekündigt – weggeballert.
Und wie es Sandra damals im Blog über das Konzert von ihm im Weimarer Mon Ami schrieb: „Was berührt, das bleibt. Und wer sich berühren lässt, für den bleibt er auch – dieser wunderbare Abend.“
Und das war ja nur Teil 1 des Abends…
Marlo Grosshardt hat‘s vollendet
Marlo hat mit uns an diesem Abend Geschichte geschrieben. Denn Jena war on fire. Nachdem uns Enno (man glaubt es kaum) eingeheizt hat, waren wir alle hungrig nach mehr. Dieses Konzert war so wichtig und richtig. Dieser wunderbare Typ lässt Herzen höher schlagen, mir hat er die ein oder andere Gänsehaut verpasst. Mit seiner Musik. Mit seinen Botschaften. Mit seiner Haltung.









Dieses Konzert war so wichtig: Beide Künstler stehen ein für ihre Haltung gegen Rechts, gegen Hass und Intoleranz, und das äußern sie nicht nur an diesem Abend lautstark, sondern stehen dafür auch mit ihren Songtexten und auf verschiedenen Demos gegen Rechts gerade!
Und spätestens als Marlo sein Lied „Oma“ sung, war’s um mich geschehen:
„Hallo, Oma, ich wollte dich nicht stören
Doch ich habe gerade so große Angst wie nie
Die kommen jetzt wieder, ja, mit ihrem scheiß Geschwätz. Doch ich weiß: Nie wieder, das ist jetzt“
Diese beiden Musiker sind ein Statement!
Danke an die Kulturarena und JenaKultur, dass sie diese zwei Musiker auf eine Bühne geholt haben und damit einen tollen Beitrag gegen den Rechtsruck in unserem Land geleistet haben.
Ich hab alles an diesem Abend geliebt.
Und weil man ja immer noch ne Schippe drauf setzen kann, gab’s zum krönenden Abschluss akustisch (weil nach 22 Uhr) ein Duett mit Enno Bunger) am Bühnenrand.
Der Song machte Herzrasen deluxe: „Vorwärts ist keine Richtung“ – vom wunderbaren Hannes Wittmer aka Spaceman Spiff. Ein tolles Lied in einer ganz intimen leisen Atmosphäre, von wunderbaren Musikern vorgetragen.
Ein denkwürdiger Abend.
Eure verzückte Heike