Moop Mama im Club Tante Ju in Dresden

Moop Mama – 14.11.2019 – Club Tante Ju, Dresden

+ geschrieben von Heike +

Unter der Kapuze

Ich glaube damit fing alles an! Seitdem ich diesen neujährlichen Musiktipp bekam hing ich fest. Klar, Moop Mama war auch schon vorher bekannt, aber die HipHop-Heike hat sich eben erst im Jahr 2019 ihren Weg an die Oberfläche gebahnt, also verzeiht mir. Aber wahrscheinlich, ohne es genau zu wissen, hat dieser Song diese Leidenschaft in mir geweckt.

„Unter der Kapuze, hat sie ihre Ruhe,
eine stille Minute, hört nicht das Gehupe,
alles in Zeitlupe, solltest du sie suchen,
sie ist unter der Kapuze, unter der Kapuze.

Kapuze – Moop Mama

Hier an dieser Stelle könnte ich ne Abhandlung auf dieses wundersame Leben schreiben, welches wir führen oder führen wollen, was es uns für Stolpersteine in den Weg legt oder für Arschtritte gibt, wie es uns antreibt und zurückdrängt, warum es so wichtig ist es zu lieben und manchmal auch das Gegenteil zu tun. Aber hier an dieser Stelle werde ich das nicht tun, weil es hier ja um Musik gehen soll. Und die reicht einfach manchmal, um alles zu verstehen. Dieser Blogpost wird gespickt sein von für mich sehr bedeutsamen Lebensweisheiten. Allesamt zu Musik gewordene Wortfetzen des grandiosen Keno, Sänger und Frontmann der 11-Köpfchen-großen Münchner Blaskapelle Moop Mama.

„Und dann möcht ich sie verteilen, diese Liebe, die ich hab.
Wozu der ganze Neid, die Intrigen und der Hass?
Denn egal ob fett und weiß, oder abgemagert und schwarz,
am Ende sind wir alle gleich, wie die Lieder in den Charts.
Wir haben nur so wenig Zeit, von der Wiege bis ins Grab,
und verschwenden sie mit Scheiße, wie Terminen oder Schlaf.
Wer hat eigentlich gesagt, dass man mit Liebe seine Miete nicht bezahlen kann?
Ich kauf ein Eis und siedel um in den Park.“

Liebe – Moop Mama

Diese Liebe treibt mich an. So oft spornten mich diese Zeilen zu Höchstleistungen an und zauberten mir wohlige Wärme in den Körper und ein breites Lächeln aufs Gesicht. Was zum Konzert davon übrig blieb war tosende Stille im Herzen, die nicht aufhören wollte zu leuchten, zu funkeln und zu klingen. Versteht ihr nicht? Keine Sorge, verstehe ich auch nicht.

Doch die unbändige Kraft jedes einzelnen Moops zum Tourauftakt in Dresden machte mich trotz allem zu einer von ihnen. Das Publikum in Dresden war der Wahnsinn, wie immer. Ein buntes und feierfreudiges Völkchen, die einfach die Musik und das Leben liebten. Und dazu gehörte auch ich. Denn einzig und allein genau das war es was ich heute an diesem Tag erleben wollte.

Ihre Fähigkeit mit wenig auszukommen,
Ihre Lust an der Pracht, Licht, Wasser und Luft.
Ihr Duft, ihre Kraft, ihre Zartheit, die kleinen Macken.
Ihr unbedingter Wille zu wachsen.
Ihre ehrliche Schönheit, natürliche Eleganz.
Ihr Köpfchen in der Sonne, ihr zitternder Regentanz.
Ihre Wurzeln, tief vergraben.
Ihre Dornen, ihre Narben.
Ihre Formen, ihre Farben, ihre Namen.
Ich glaub‘ ich lerne eine neue Sprache.
Sehe Dinge, die ich nie gesehen habe.
Überall, tausend und eine Farbe.
Und dein Name, es riecht nach Sommer und ich liebe
Alle Blumen

Alle Blumen – Moop Mama

Fazit:

Blasmusik ist nicht tot. Im Gegenteil: Ich glaube ich hab in diesem Jahr so viel Blasmusik wie noch nie in meinem Leben gehört. Es boomt nicht nur in meinem Herzen, schaut man sich den Erfolg von Moop Mama, Meute & Co. an. Diese Kraft kommt wie ein Vorschlaghammer über einen. Angetrieben von Posaunen und Trompeten, von Saxophon und Trommeln, gepeitscht von der Stimme und den Worten von Frontmann Keno. Eine fantastische Band und ich schaue hoffnungsvoll auf die Festivalsaison 2020, wo ich sie hoffentlich auf der ein oder anderen Bühne wieder treffen werde. Dann ist mein Herz vielleicht bereiter.

Enden will ich wieder mit einer Songzeile:

Plötzlich hörst du diesen schrägen Ton,
du siehst ’ne Blaskapelle näher kommen
und einer, der vorne läuft, hat ein Megafon und fragt:
‚Kommst du mit?
Wir gehen jetzt los! Wir gehen jetzt!

Geh mit uns – Moop Mama

In diesem Sinne…bis bald!

Eure Heike

P.S. Nicht unerwähnt bleiben soll der wundertolle Support der Moops! Die liebe Wencke und Antonia von Karl die Große haben mich und viele andere mit ihrer Musik in den Abend geschickt. Geschrieben haben wir schon viel über sie:

Hier noch ein paar Eindrücke vom Konzert in Dresden:

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